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Die dunkle Sage vom Haldensee

Gold, Gier und göttliche Abrechnung

Wo heute bei «Heiss auf Ice» gefeiert wird, soll einst ein Fluch alles verschlungen haben!

Wer heute am Haldensee steht, den Blick über das ruhige Wasser schweifen lässt und später bei "Heiss auf Ice" ausgelassen tanzt, ahnt kaum, dass genau hier eine der düstersten Sagen der Alpen ihren Ursprung hat. Denn wo heute Gläser klingen und Beats über das Eis hallen, soll vor Jahrhunderten Gold geglänzt, Hochmut regiert und ein Fluch alles vernichtet haben.

Die Sage erzählt von einem Bauernhof, so reich und prächtig, dass er im ganzen Tal seinesgleichen suchte. Der Bauer, schwer beladen mit Gold und Silber, liebte den Klang der Münzen mehr als das Gebet, mehr als Glocken oder Gesang. Sein Reichtum machte ihn hart, stolz und blind für alles, was nicht glänzte. Kein Wunder also, dass auch seine drei Töchter ganz im Schatten dieses Überflusses aufwuchsen: schön, eitel und von Samt und Seide umhüllt. Der Kirchgang? Reine Bühne. Glaube? Nebensache. Selbst als die jüngste Tochter erblindete, blieb Demut ein Fremdwort.

Nach dem Tod des Vaters folgte eine Beerdigung, pompös wie ein Fürstenbegräbnis aber ohne echte Trauer. Kaum war der letzte Erdklumpen gefallen, begann das grosse Rechnen. Die beiden sehenden Schwestern teilten die Schätze mit gierigen Blicken auf. Die blinde Schwester jedoch wurde betrogen: Ihr Vierling wurde umgedreht, sie erhielt nur einen Bruchteil dessen, was ihr zustand. Als sie den Verrat erkannte, brach es aus ihr heraus: Wut, Schmerz und ein Fluch, der Himmel und Erde erzittern liess.

Was dann folgte, ist legendär: Ein Unwetter von biblischem Ausmass, tosende Wassermassen, herabstürzende Bäche, der Hof, der Reichtum, alles wurde verschlungen. Zurück blieb ein See. Still. Tief. Und angeblich voller versunkenem Gold.

Und so feiern wir heute "Heiss auf Ice" genau dort, wo einst Gier und Fluch das letzte Wort hatten. Vielleicht tanzt es sich gerade deshalb hier so ausgelassen. Oder wie die Einwohner sagen würden: Wer genau hinhört, hört unter dem Eis noch immer das Klirren des Goldes.

News vom
Mi, 07.01.26 | 17:23 Uhr
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