Am Weltfrauentag erinnert sich die Schweiz an einen langen Kampf
Am Weltfrauentag feiert die Welt die Rechte der Frauen. Doch in der Schweiz erinnert dieser Tag auch an eine Geschichte, die lange von Geduld, Protest und politischem Druck geprägt war. Denn während viele Länder Frauen schon früh an die Urne liessen, mussten Schweizerinnen erstaunlich lange warten. Erst 1971 erhielten Frauen auf nationaler Ebene das Stimm- und Wahlrecht. Kaum zu glauben: Bis dahin entschieden in der direkten Demokratie ausschliesslich Männer über die Geschicke des Landes. Die Bilder aus jener Zeit wirken heute fast surreal. Männer stimmen darüber ab, ob Frauen überhaupt politisch mitbestimmen dürfen.
Der Weg dorthin war steinig. Jahrzehntelang kämpften Aktivistinnen, organisierten Demonstrationen und sammelten Unterschriften. Immer wieder wurden Vorstösse abgeschmettert. Doch der Druck wuchs, auch international. Die Schweiz, sonst stolz auf ihre Demokratie, stand plötzlich als politischer Nachzügler da. Als 1971 endlich abgestimmt wurde, fiel das Resultat deutlich aus. Rund zwei Drittel der Männer sagten Ja zum Frauenstimmrecht. Für viele Frauen war es ein historischer Moment. Endlich durften sie ihre Stimme in der Politik erheben.
Ganz abgeschlossen war das Kapitel aber noch nicht. Einige Kantone sperrten sich weiter. Besonders hartnäckig blieb Appenzell Innerrhoden. Dort erhielten Frauen erst 1990 das Stimmrecht auf kantonaler Ebene. Nicht durch eine Volksabstimmung, sondern durch ein Urteil des Bundesgerichts.
Heute ist das Frauenstimmrecht selbstverständlich. Politikerinnen prägen Parlamente, Regierungen und Gemeinden. Am Weltfrauentag wird deshalb nicht nur gefeiert, sondern auch erinnert. Daran, dass selbst in der Schweiz Gleichberechtigung erkämpft werden musste. Und dass Demokratie manchmal länger braucht, als man denkt.
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