Wenn bei "Werni's Rendez-Vous" die ersten Takte erklingen, liegt plötzlich dieses ganz besondere Knistern in der Luft. Eine Mischung aus Fernweh, Herzklopfen und bittersüsser Erinnerung zieht sich durch die ganze Sendung wie ein roter Faden. Diesmal dreht sich alles um die grosse Sehnsucht – nach Liebe, nach Nähe und nach einem anderen Leben irgendwo weit weg vom Alltag. Schon die ersten Klänge von Peter Rubin lassen Bilder von einsamen Inseln und warmem Sand entstehen. Doch kaum hat man sich in diese Traumwelt fallen lassen, holt einen Peter Orloff zurück in die Realität der Gefühle: Zwischen allen, die uns mögen, gibt es immer diesen einen Menschen, der uns wirklich berührt.
Und dann wird es melancholisch. Heintje erinnert daran, dass nicht immer die Sonne scheint – ein Satz, der sitzt. Genau hier entfaltet die Sendung ihren Zauber: Sie spielt mit Emotionen, lässt die Herzen schwer und gleichzeitig hoffnungsvoll werden. Exotische Klänge vom Hula Hawaiian Quartett entführen kurzzeitig an ferne Strände, doch das Heimweh lauert bereits um die Ecke. Ob bei den Die Teddies oder den Rogersviller – das Gefühl, irgendwo anders sein zu wollen und doch an Zuhause zu denken, zieht sich durch den Abend.
Charmant und leicht frech wird es mit Chris Howland, während Dunja Rajter eine Spur Unbeschwertheit hineinbringt. Doch die grosse Bühne gehört später den intensiven Blicken von Mireille Mathieu – da wird selbst der härteste Romantiker weich. Und als Costa Cordalis die Liebe unter dem Sternzeichen der Venus besingt, ist klar: Diese Sendung ist ein Spiel mit Sehnsüchten, das niemanden kalt lässt.
Am Ende bleibt ein Gefühl, das man nicht abschütteln kann. Ein bisschen Fernweh. Ein bisschen Herzschmerz. Und ganz viel Lust auf das nächste Rendez-Vous.
